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Schweizerdeutsch (Schwyzerdütsch): Sind Sie bedient?
Von admin | 13.Juli 2009
Schwyzerdütsch ist anders und braucht manchmal eine Übersetzung
Zuerst staunt man, dann lernt man. Es ist nicht alles ein Puff, was man in Deutschland unter Puff versteht. Ein Puff haben, bedeutet Schwierigkeiten, Durcheinander haben. Und wenn man bedient ist, heißt das nicht, ich habe die Nase voll, sondern dass man bereits bedient wurde. In der Schweiz wird übrigens nicht geparkt, sondern parkiert, nicht gefeiert, sondern gefeschtet, nicht gezeltet, sondern kampiert, nicht malocht, sondern geschafft.
Die schweizerdeutsche Sprache ist weit verbreitet
Mit einem Anteil von 63,7 Prozent an der Gesamtbevölkerung ist das Schweizerdeutsch die meistverbreitete Sprache in der Schweiz. Schweizerdeutsch (Schwyzerdütsch) ist eine Sammelbezeichnung für die in der Deutschschweiz gesprochenen alemannischen Dialekte. Geschriebenes wird in der Regel in Standarddeutscher Sprache. Dialekt und Standardsprache bilden kein Kontinuum. Zwischen ihnen besteht ein deutlicher Gegensatz.
Kleine Sprachfibel für die Schweiz
Nachfolgend haben wir die wichtigsten Übersetzungen für Sie zusammengestellt. Prägen Sie sich diese Sätze und Wörter gut ein, dann steht einer Auswanderung in die Schweiz nichts mehr im Wege.
Begrüßung und Alltag
Grüezi, Hoi, Salü Ade, Tschüss, Salü
Wi hasch’s oder Wi gaht’s? Wie geht es Dir?
Weisch wie! Toll
Chunsch drus? Kapierst du’s?
Weisch, was i meine Hast du verstanden?
En guete Guten Appetit
Dange, Danke vielmal, Merci Danke
Essen, Restaurant und Küche
Isch’s guat gsi? War es gut, hat es geschmeckt?
Zmorge Frühstück
Znüni, Zvieri Arbeitspause am Morgen oder am Nachmittag um vier Uhr
Zmittag, Znacht Essen mittags oder abends
Gipfeli Hörnchen
Mutschli Brötchen
Weggli Milchbrötchen
Schale Kaffee mit Milch
Kaffi Creme Kaffee mit Kaffeerahm
Kaffi natür Kaffee ohne Kaffeerahm
Kafi Träsch oder
Fertig oder Kirsch Kaffee mit Schnaps von Marc oder Trester bis Kirsch oder Pflümli (Pflaume)
Stange Ein Glas Bier (0,2 bis 0,3 dz)
Dezi Deziliter
Serviertochter Kellnerin
Service Trinkgeld
Cüpli Glas mit Champagner (Schämpis) oder Prosecco
Anke Butter
Gschwelti Pellkartoffeln
Chicoree-Salat Brüsseler Salat
Nüssli Feldsalat
Ruebli Möhren
Wähe Obst- oder Gemüsekuchen
Poulet, Mistchratzerli,
Mischtchratzerli Hähnchen, junges Hähnchen
Straße und Verkehr
D’Schmier abschätzig: die Polizei
Busse Strafzettel
Pneu oder Finken Reifen
Garage Autowerkstätte
Einstellplatz private Garage
Töff Motorrad
Halbtax Tickets zum halben Preis
Trottoir Gehsteig, Bürgersteig
Alltag
I han di gern Ich hab dich gern
Los emau Hör mal zu
Gaht’s no Geht eigentlich noch?
Huere guet sehr gut
Stutz, Stütz Ein-, Zwei-, Fünffrankenmünze
Hasch en Stutz? Anbetteln: Hast du einen Franken?
Aabee WC, Toilette
Beck Bäcker
Streel Kamm
Chrüsimüsi Durcheinander
Zündhölzli Streichhölzer
Finken Pantoffeln, Hausschuhe
Bibeli Pickel, Mitesser
Biberli Lebkuchengebäck
Chnopf Kind
Chöpfli kleine Knoten und eine Art Spätzle
Lädele, poschte einkaufen, shoppen
Hilfreiche Tipps zum Thema Sprache in der Schweiz
Nun könnte man die Liste schier unendlich fortsetzen, doch richtig fündig wird man im Alltag und auf einer Dialekt-Website, die der 88-jährige Beat Nussbaumer mit seiner Tochter seit 2000 betreibt und belebt. Über 200 Interessierte klicken sich täglich aus aller Welt, aus 50 Ländern, ein. Nur 40 Prozent der User lebten in der Schweiz, berichtet der rührige Dialekt-Anbieter.
Lesen Sie auch den Beitrag über die Schweizer.
Topics: Schweiz | 1 Kommentar »

13.August 2009 at 13:40
[...] Lesen Sie hier die kleine Sprachfibel Schwyzerdütch. [...]